The #ART of purity

Gestern beschenkte ich mich mit Blumen.

Blumen der Freude.

Denn gestern verspürte ich in mir den Lebensabschnitt – einen Abschnitt aus der regelmäßigen engen Kontrolle – die Kontrolle zu mir selbst.

2008 erkrankte ich das erste Mal an Krebs und dann wieder im Jahr 2010 und mit einer großen Portion an Glück gesundete ich im Jahr 2011.

Ich war zu der Zeit in einer übermäßigen Freude übergegangen, so dass ich dem Leben mehr an Farbe schenken wollte und ich bin sicher, dass sich diese ART an Farbe ausbreitete und mittlerweile an Form annahm.

Die Form des Kunstprojekts „Der goldene Regenbogenstuhl“ für Kinder.

Aber bis das besondere Projekt mich gefunden hat, hierfür musste ich einen Weg gehen der manchmal nicht der meine war, sondern dass ich mich aus einige Wege „neu“ heraus geboren habe. So nenne ich dieses jetzt mal.

Ich habe gefühlt was das Leben von mir will und bin ganz einfach marschiert, mit allen Höhen und Tiefen und trage das Gefühl in mir in der Mitte meines Lebens angekommen zu sein. Denn mittlerweile hat sich das ganz besondere Kunstprojekt für Kinder bundesweit in Deutschland ausgebreitet.

So passt parallel die Nachricht aus dem gestrigen Tag „der onkologischen Nachsorge“ zu dem Gefühl „im Leben angekommen zu sein“. Gestern erfuhr ich, dass ich keine regelmäßige Computertomographien benötige, weil ich über den Punkt hinausgewachsen bin, dass der Krebs zurückkehren kann.

Was hat das mit dem Thema Kunst zu tun:

Ganz einfach, weil all das was ich vollbringe, das große Ganze meiner vollkommenen Persönlichkeit bildet.

Das ist auch der Grund warum ich mich „heute“ nicht so gerne als Künstlerin betiteln lasse, sondern ein kreativer Mensch bin, die Kunst schafft.

Und ebenfalls l(i)ebe ich aus der Überzeugung, dass die Kunst bzw. die Kreativität noch mehr ist als ein betrachtender Gegenstand. Durch den künstlerischen Prozess entfalte ich mich rückwirkend in die Mitte des Herzens. So nenne ich die Kunst auch REINHEIT.

*****

Das kennt doch jeder, sobald es uns nicht gut geht, dann greifen wir zu dem was uns entweder noch tiefer in den Schmerz zieht – weil wir leiden wollen – oder wir greifen zu dem, das was uns in das Glück wirft – weil wir l(i)eben wollen.

Ich habe mir in all den Jahren angewöhnt, nach dem Glück zu greifen.

z. B. als ich 2010 die Diagnose Lungenmetastasen erhielt, hörte ich mir vor der entschiedenen Operation mehrmals das Lied von Hildegard Knef an:

„Heimweh nach dem Kurfürstendamm“.

kurfurstendamm
digitale Photography 2015  (c) Art is soul by Jutta Poppe

… ich sog die Stimme wie die Worte aus dem Song auf,

 

Alles was gut war, das kommt mal zurück,
wenn darüber auch Zeit vergeht.
Aus Glück wurde Pech und aus Pech wird Glück,
solange die Welt sich dreht!

 

… weil ich in meiner Liebe bleiben wollte.

Musik, Melodien sind „ganz einfach“ meine Musen.

Und mit meinen Musen male ich sogar hin und wieder – wunderschön  – wenn ich aus denen schöpfe …

Ich brauche für mich den reinen Herzkontakt, weil die Art der kreativen Menschen währenddessen immer im Wesentlichen sind – sie leben in dem Moment aus dem Herzen.

Kunst in jeglicher ART ist die höchste Form.

Für mich ist all das kreative Schaffen „der göttliche Funken“ der reinigend wirkt und das Leben belebt. Kunst ist das Meer der Gefühle – das klare Wasser für die Seele.

Die Reinheit, die die Seele berieselt …

Art is soul by Jutta Poppe

www.juttapoppe.de

 

PS: Streben wir aber mit der reinen ART nach Geltung oder Habgier, verliert die ART die bildliche Kunst, Musik usw. ihren  Funken. Denn mit ihr heißt es:

„In der Mitte bleiben …“.

jutta-poppe-2010
Jutta Poppe – 2010  „Eine schöne Erinnerung“

 

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