Vergänglichkeit

Am Vormittag holte ich das Bildband „ORRI INTERIORS“ hervor. Das besondere Bildband zeigt verlassene Räume im Norden Islands, durch dem ich mich hin und wieder inspirieren lasse.  Wie ich dann das Bildband aufschlug, wurde ich überrascht. In ihm lagen noch ein paar Laubblätter, die ich im Herbst für ein Kunstwerk zwischen den Buchseiten presste.

Als die getrockneten Laubblätter mir entgegen fielen, musste ich an eine kleine Eiche denken, die ich in der Woche mit der Kamera aufnahm. Diese „kleine Eiche“ ist ebenfalls so besonders für mich, da sie noch bekleidet ist, mit all ihren (Laub-)Blättern, die getrocknet an ihr hängen.

Während ich die Fotoaufnahme der kleinen Eiche digital veränderte, stiegen in mir die Gedanken zum Thema „Vergänglichkeit“ auf und dabei stellte ich mir die Frage: „Warum so viele Menschen die Angst besitzen „vergänglich zu sein“? und wie aus dieser Art an Angst der Schönheitswahn entspringt, das so viel an Unzufriedenheit schafft“.

Ich stellte mir auch selbst die Frage, ob ich die Angst besitze „vergänglich zu sein“ und das kann ich nur mit einem klaren „NEIN“ beantworten. Denn ich stelle fest, um so älter ich werde, um so genauer werde ich mit mir selbst und mit der Umwelt. Ich passe gut auf mich auf und genieße alles viel intensiver, so dass mir das an natürlicher Lebendigkeit schenkt und erlebe durch dem ganz viele kleine Freuden, so wie bei der Betrachtung „der kleinen Eiche“, die all ihre kleinen (Laub-)Blätter ganz nah bei sich trägt und das Mitten im Winter.

die kleinen Freuden - Art is soul by Jutta Poppe
die Freude – Photography @juttapoppe

Mein Glaube ist, wenn die Welt an Schönheitswahn verliert, dass viele kleine Freuden erscheinen und das der Mensch mit dem Älterwerden an natürlicher Lebendigkeit gewonnen hat – oder besser formuliert: „Die kleinen Freuden hängen sich wie ein schönes Kleid an den Menschen fest“.

 

Wenn die Sonne scheint, beginnen die Freuden zu leuchten.

Wenn es regnet, beginnen die Freuden zu glänzen.

Wenn der Wind weht, beginnen die Freuden zu tanzen.

… und wenn es schneit, legt sich der Kristall auf die Freude.

 

Wenn du diese Zeilen liest und in dir die Gedanken aufsteigen zum Thema „Vergänglichkeit“, dann schreibe sie hier im Kommentar nieder.

Ich wünsche dir „viele kleine Freuden“.

Art is soul by Jutta Poppe

www.juttapoppe.de

 

 

PS: Ich bedanke mich bei meinem gekauften Bildband „Orri Interiors“, das zu recht einige Laubblätter in seinen verlassenen Räumen behielt, durch dem bin ich heute inspiriert „die Freude zum Älterwerden“ an Raum zu geben.

Die kleinen Freu(n)den
Gestaltung (c) Jutta Poppe

 

 

 

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